Kommunikation wird zum Produktionsfaktor in der Industrie
Moderne Produktionsstandorte sind zunehmend digitalisiert und vernetzt. Maschinen, Sensoren, Steuerungssysteme, Kameras, fahrerlose Transportsysteme und Mitarbeitende sind auf eine zuverlässige Kommunikation angewiesen. Je stärker Prozesse in der Industrie 4.0 automatisiert und digitalisiert werden, desto wichtiger wird eine stabile Kommunikationsinfrastruktur.
Kommunikation ist damit längst nicht mehr nur unterstützende IT-Infrastruktur. Sie wird zu einem Bestandteil der operativen Produktion. Fällt das Netzwerk aus, können heute nicht nur einzelne Anwendungen beeinträchtigt werden im schlimmsten Fall steht ein gesamter Produktionsprozess still.
Was passiert bei einem Kommunikationsausfall in der Produktion?
In einer Smart Factory greifen zahlreiche Systeme ineinander. Maschinen tauschen Daten mit zentralen Systemen aus, Sensoren liefern Informationen in Echtzeit und Kameras übertragen große Datenmengen. Gleichzeitig benötigen fahrerlose Transportsysteme und Automated Guided Vehicles aktuelle Positions- und Steuerungsdaten.
Fällt die Kommunikation aus, können automatisierte Prozesse unterbrochen oder verlangsamt werden. So kann beispielsweise ein Kran die Verbindung zu seiner Steuerung verlieren oder ein fahrerloses Transportsystem nicht mehr auf aktuelle Positionsdaten zugreifen. Auch Echtzeitdaten stehen möglicherweise nicht mehr zur Verfügung, Mitarbeitende verlieren den Zugriff auf wichtige digitale Anwendungen wie Sicherheitsalarme für den Werkschutz und Produktionsprozesse müssen im Extremfall manuell abgesichert oder angehalten werden.
Die möglichen Folgen reichen von Verzögerungen und sinkender Produktivität über höhere Kosten bis hin zu Produktionsstillständen und Sicherheitsrisiken. Je stärker die Produktion von digitaler Kommunikation abhängig ist, desto gravierender können die Auswirkungen eines Ausfalls sein.
Single Points of Failure: Kritische Schwachstellen erkennen
Eine zentrale Herausforderung für die Ausfallsicherheit in der Industrie sind sogenannte Single Points of Failure. Dabei handelt es sich um einzelne Komponenten oder Verbindungen, deren Ausfall einen gesamten Prozess oder einen kritischen Teil davon beeinträchtigen kann.
Ein einzelner Netzwerk-Switch, eine zentrale Netzwerkkomponente oder eine einzige Kommunikationsverbindung können zu einer solchen Schwachstelle werden. Fällt beispielsweise ein zentraler Netzwerk-Switch durch ein fehlerhaftes Update aus, können Maschinen keine Produktionsdaten oder Steuerbefehle mehr austauschen. Die Folge: Der Produktionsprozess kommt ins Stocken oder muss vorübergehend gestoppt werden. Selbst wenn alle anderen Systeme funktionieren, kann der Ausfall dieser einzelnen Komponente die Kommunikation und damit verbundene Produktionsprozesse unterbrechen.
Für moderne Produktionsstandorte wird es deshalb immer wichtiger, kritische Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen und möglichst zu vermeiden. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur, wie leistungsfähig ein Netzwerk ist, sondern auch, was passiert, wenn es ausfällt.
Fail Safe für die Smart Factory: Ausfallsichere Kommunikationsinfrastruktur für kritische Anwendungen
Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen die Anforderungen an industrielle Kommunikationsnetze. Smart Factories benötigen eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit, kontinuierliche Datenübertragung sowie eine stabile Kommunikation zwischen stationären und mobilen Systemen. Fällt die Kommunikation aus, können automatisierte Prozesse beeinträchtigt und kritische Anwendungen unterbrochen werden.
Genau hier setzt der Fail-Safe-Ansatz an. Fail Safe beschreibt in diesem Kontext den Aufbau einer ausfallsicheren Kommunikationsinfrastruktur, bei der ein unabhängiges, paralleles Netzwerk den Betrieb kritischer Anwendungen auch dann aufrechterhalten kann, wenn das primäre Kommunikationsnetz ausfällt.
COCUS stellt dafür mit Private 5G eine unabhängige Kommunikationsinfrastruktur bereit, die bestehende Netzwerke ergänzt und als zusätzlicher Kommunikationsweg für kritische Anwendungen eingesetzt werden kann. Gemeinsam mit vorhandenen Netzwerken entsteht so eine hochverfügbare Kommunikationsarchitektur, die die Abhängigkeit von einer einzelnen Infrastruktur reduziert.
Warum klassische Netzwerkredundanz nicht immer ausreicht
Viele Produktionsstandorte setzen bereits auf redundante Switches oder doppelte Leitungswege, um die Verfügbarkeit ihrer Netzwerke zu erhöhen. Diese Maßnahmen können einzelne Komponenten oder Verbindungen absichern, stoßen jedoch an Grenzen, wenn die zentrale Kommunikationsinfrastruktur selbst betroffen ist.
Fällt beispielsweise eine zentrale Netzwerkkomponente aus, können auch vorhandene Redundanzen beeinträchtigt werden. Ein unabhängiger Kommunikationsweg verhindert dagegen, dass ein einzelnes Ereignis die gesamte Kommunikation unterbricht.
Der Fail-Safe-Ansatz geht damit über klassische Netzwerkredundanz hinaus. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Absicherung einzelner Komponenten, sondern die Bereitstellung einer unabhängigen Kommunikationsmöglichkeit, über die kritische Anwendungen auch im Fehlerfall weiter betrieben werden können.
Warum wird Ausfallsicherheit in der Industrie immer wichtiger?
Produktionsprozesse werden zunehmend automatisiert, die Zahl vernetzter Geräte steigt und immer mehr Anwendungen sind auf eine kontinuierliche Kommunikation angewiesen. Gleichzeitig nehmen die wirtschaftlichen Folgen von Produktionsunterbrechungen zu.
Viele Unternehmen investieren bereits in die Automatisierung ihrer Produktionsprozesse, von intelligenten Maschinen über Robotik bis hin zu datengetriebenen Anwendungen. Die Kommunikationsinfrastruktur, auf der diese Prozesse basieren, wird dabei jedoch häufig nicht mit derselben Priorität hinsichtlich Ausfallsicherheit und Resilienz betrachtet.
Besonders relevant ist eine ausfallsichere Kommunikationsinfrastruktur daher für Smart Factories, automatisierte Produktionslinien, Logistik und Intralogistik, fahrerlose Transportsysteme sowie weitläufige Industrieareale und kritische Infrastrukturen.
Je stärker Prozesse digital miteinander verbunden sind, desto wichtiger wird die Fähigkeit, Kommunikationsausfälle abzufangen. Unternehmen müssen deshalb nicht nur in Digitalisierung und Vernetzung investieren, sondern auch deren Ausfallsicherheit von Anfang an mitdenken.
Ausfallsicherheit wird zum Bestandteil resilienter Produktionsstandorte
In vernetzten Produktionsumgebungen wird die Kommunikationsinfrastruktur zunehmend zu einem kritischen Bestandteil der Wertschöpfung. Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie leistungsfähig ein Netzwerk im Normalbetrieb ist, sondern auch, wie zuverlässig es mit Störungen und Ausfällen umgehen kann.
Fail-Safe-Konzepte schaffen hierfür die Grundlage, indem sie kritische Anwendungen über unabhängige Kommunikationswege absichern. COCUS unterstützt Unternehmen dabei, solche ausfallsicheren Kommunikationsarchitekturen umzusetzen. Private 5G kann dabei als eigenständige, parallele Infrastruktur eingesetzt werden, die bestehende Netzwerke ergänzt und die Abhängigkeit von einzelnen Kommunikationswegen reduziert.
So entstehen hochverfügbare Produktionsumgebungen, in denen kritische Prozesse auch bei Ausfällen stabil weitergeführt werden können. Von der Konzeption über die Integration bis zum Betrieb entwickelt COCUS Lösungen, die auf die individuellen Anforderungen moderner Industrie-4.0-Standorte abgestimmt sind.


