Produktionsmitarbeiterin bedient Roboterarm

Industrielle Konnektivität: Wenn Netzwerke zum Erfolgsfaktor der Produktion werden

Industrielle Konnektivität als Grundlage moderner Produktionsstandorte

Eine autonome Transportplattform liefert Material an die nächste Fertigungsstation, während Kameras die Qualität der Produktion prüfen und Edge-AI sicherheitsrelevante Bereiche überwacht.  
Solche Szenarien gehören heute in vielen Produktions- und Logistikstandorten zum Alltag. Sie stehen damit vor der Herausforderung, immer mehr digitale Anwendungen gleichzeitig zuverlässig zu betreiben. Fahrerlose Transportsysteme, Computer-Vision-Anwendungen, Edge-AI, mobile Endgeräte und vernetzte Maschinen erzeugen kontinuierlich Daten und sind auf eine stabile Kommunikation angewiesen. Fällt diese aus oder reagiert sie zu langsam, können Prozesse ins Stocken geraten, Qualitätsverluste entstehen oder sicherheitskritische Anwendungen beeinträchtigt werden. 

Diese Herausforderung steht jedoch nicht isoliert, sondern ist Teil eines umfassenderen Wandels in der Produktion. Der zunehmende Automatisierungsgrad im Zuge der Industrie 4.0, der anhaltende Fachkräftemangel sowie steigende Anforderungen an Transparenz verändern Produktionsumgebungen und zwingen Unternehmen dazu, ihre Prozesse und Strukturen weiterzuentwickeln.  

Digitalisierung verändert die Anforderungen an Kommunikationsnetze

Die Herausforderung liegt dabei nicht in einzelnen Anwendungen, sondern in ihrem Zusammenspiel und darin, dass bestehende Netzwerke häufig nicht mehr ausreichen. Es müssen mehr mobile Geräte miteinander verknüpft werden, wodurch mehr zeitgleiche Datenströme entstehen, die zu größeren Datenmengen führen. Gleichzeitig muss das gesamte Kommunikationsnetzwerk in Echtzeit und mit möglichst geringer Latenz funktionieren.  

Außerdem werden Produktionsanlagen flexibler, Maschinen wechseln ihren Einsatzort und Produktionsflächen wachsen über Hallen hinaus. Da sich Produktionsprozesse heute häufig über Produktionshallen, Lagerbereiche und Außengelände erstrecken, müssen mobile Mitarbeiter, autonome Fahrzeuge und Sensoren jederzeit auf dieselben Informationen zugreifen können. 
Kommunikationsnetze werden damit selbst zu einem geschäftskritischen Bestandteil der Smart Factory. 

Kommunikationsinfrastruktur wird zum wichtigen Produktionsfaktor

Die Folgen einer unzureichenden Kommunikationsinfrastruktur zeigen sich häufig nicht erst bei einem vollständigen Netzausfall. Bereits kurze Verzögerungen oder instabile Verbindungen können ausreichen, um automatisierte Abläufe zu beeinträchtigen und dadurch Produktionsstillstände oder Verzögerungen im Materialfluss verursachen. Fahrerlose Transportsysteme müssen auf aktuelle Positionsdaten zugreifen, Kameras große Datenmengen in Echtzeit übertragen und mobile Mitarbeiter jederzeit auf digitale Informationen zugreifen können. Kommt es dabei zu Unterbrechungen oder Verzögerungen, können sich einzelne Störungen schnell auf nachgelagerte Prozesse auswirken und die Effizienz des gesamten Betriebs beeinträchtigen. 

Je stärker Produktionsprozesse digitalisiert werden, desto größer wird die Abhängigkeit von einer zuverlässigen Kommunikation. Konnektivität entwickelt sich dadurch von einer unterstützenden IT-Komponente zu einem entscheidenden Faktor für Produktivität, Qualität und Betriebssicherheit. 

Was muss moderne industrielle Konnektivität leisten?

Damit digitale Prozesse zuverlässig funktionieren, muss die Kommunikationsinfrastruktur deutlich mehr leisten als reine Datenübertragung. Moderne Produktions- und Logistikstandorte benötigen unter anderem: 

Wie lassen sich steigende Kommunikationsanforderungen bewältigen?

Ein privates 5G-Netz kann diese Anforderungen erfüllen. Es ermöglicht eine zuverlässige Echtzeitkommunikation, verbindet stationäre und mobile Systeme in einer gemeinsamen Infrastruktur und schafft die Voraussetzungen für den sicheren Betrieb datenintensiver Anwendungen. 
Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt ein Projekt von COCUS auf einem großflächigen Industrieareal: Ein Edge-AI-basiertes Kamerasystem unterstützt dort den Werkschutz und den vorbeugenden Brandschutz. Dies wird durch intelligente Alarmregeln die Erkennung von unbefugtem Zutritt, das automatische Tracking von Objekten sowie die frühzeitige Identifikation kritischer Temperaturentwicklungen ermöglicht. Die Bildverarbeitung erfolgt datenschutzkonform direkt am Netzwerkrand, wodurch sicherheitsrelevante Bereiche kontinuierlich überwacht werden können. Alle Systeme sind über ein privates 5G-Netz sicher und in Echtzeit miteinander verbunden.  
Produktionsstrecke in einem Industriebetrieb
Fertigung von Autos

Konnektivität als Erfolgsfaktor der Smart Factory

Mit der Digitalisierung steigen die Anforderungen an industrielle Konnektivität kontinuierlich. Eine leistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur bildet die Grundlage dafür, dass autonome Systeme, Edge-AI und digitale Produktionsprozesse zuverlässig zusammenarbeiten. Private 5G kann Unternehmen dabei unterstützen, Produktivität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit gleichermaßen zu stärken. 

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