Blue Month
Blue Month

Mentale Gesundheit: Entgegen dem Winterblues – COCUS Blue Month

Bei COCUS setzen wir wirklich auf das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und die Unterstützung, die wir dabei leisten können. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein erfolgreiches Unternehmen vom Wohlbefinden der Beteiligten lebt – schließlich sind wir Menschen, die mit und für Menschen arbeiten. In diesem Sinne haben wir uns entschieden, den „Blue Month“ Januar weniger „blau“ zu machen. 

Wir haben eine unserer Mitarbeiterinnen, COCUStar und Klinische- und Gesundheitspsychologin, Filipa Azevedo, eingeladen darüber zu sprechen, welche Aktion in diesen Wochen stattfindet und welche Hintergedanken dabei verfolgt werden:

Das Phänomen "Blue Monday": Gefühle, die mit dem Januar verbunden sind...

Zuallererst möchte ich (Filipa) betonen, dass die Wahrnehmung von Zeit zunehmend subjektiv geworden ist, wenn nicht sogar ein völliger Irrtum. Das liegt daran, dass wir heute in der Lage sind, gleichzeitig in mehreren Mikrodimensionen zu existieren, was unser herkömmliches Verständnis von „Zeit“ übersteigt. Das Klischee, dass sich der Januar in die Länge zu ziehen scheint, wird jedoch von vielen geteilt. Im Gegensatz zu den flüchtigen Monaten Februar, März, April, Mai usw. wirkt der Januar wie ein älterer Mensch, der versucht, einen Marathon zu laufen. Ich habe einige Erkenntnisse zu diesem Thema, die ich gerne mit euch teile.

Der Januar markiert den Beginn eines neuen Jahres, das mit der Last der Erwartungen für das gesamte Jahr belastet ist. Gleichzeitig herrscht eine Mentalität des „Neubeginns“ vor, ähnlich wie bei einem Auto, das länger braucht, um anzuspringen, wodurch die Illusion einer Ewigkeit entsteht. In Verbindung mit ungünstigen Wetterbedingungen, möglichen Schulden, die während der Feiertage angehäuft wurden, dem Druck, sich gesellschaftlich anzupassen, und dem Bestreben, innerhalb von nur einer Woche die „beste Version“ von uns selbst zu werden (Fitnessstudio, Gewichtsreduzierung, verschiedene Unternehmungen), verstärkt die Erkenntnis, dass diese Ziele möglicherweise zu ehrgeizig sind, das Gefühl der Demotivation, des verminderten Selbstwerts und der Aufgabe der ursprünglich gefassten Vorsätze.

Dieses Phänomen wurde ursprünglich von dem Psychologen Cliff Arnall (2005) festgestellt, der einen allgemeinen Rückgang des emotionalen Wohlbefindens im Januar bemerkte. Im Rahmen umfangreicher Untersuchungen stellte er fest, dass der dritte Montag im Januar der Tag ist, an dem die Menschen verstärkt depressiv werden, was möglicherweise mit der Rückkehr zur harten Realität des täglichen Lebens zusammenhängt. Arbeit, Rechnungen, Probleme, Entscheidungsfindungen, Konflikte – alles nimmt wieder seinen Lauf, und die durch den Dezember verursachte „Betäubung“ lässt an diesem Tag vollständig nach. Auch wenn ich nicht an diesen Untersuchungen beteiligt war, könnte man behaupten, dass dieses Phänomen ein bedeutendes Forschungsfeld darstellt.

COCUS Blue Month: Wöchentlicher Austausch & gemeinsame Aktivitäten!

In Anbetracht dessen berücksichtigen wir bei COCUS nicht nur das Phänomen des Blue Mondays, sondern denken über seine tatsächlichen Auswirkungen in unserem Alltag nach. Die Betrachtung der Auswirkungen beinhaltet die Entwicklung innovativer Ansätze für den Umgang mit diesen Situationen. Dies hat uns dazu veranlasst, nicht nur einen Blue Monday, sondern unser eigenes Konzept des Blue Months zu entwickeln!

Unser Ziel ist es nicht, die Gefühle der Menschen abzutun oder zu untergraben, sondern sie mit neuer Kraft und Bedeutung zu erfüllen. Wie Sigmund Freud treffend feststellte: „Unausgesprochene Gefühle sterben nie. Sie werden lebendig begraben und kommen später auf hässlichere Weise wieder zum Vorschein“. Das mag hart klingen, aber es ist wahr. Die Entwicklung unseres Konzepts und die Umwandlung des Blue Mondays in einen Blue Month hat es uns ermöglicht, unsere Gemeinschaft zusammenzubringen und Phänomene zu normalisieren, die viele empfinden, aber nur selten ausdrücken. 

Jeden Mittwoch in diesem Monat werden wir zusammenkommen, um über Wohlbefinden und psychische Gesundheit zu diskutieren und nachzudenken, während wir gemeinsam unterhaltsame Aktivitäten unternehmen! Wir haben bereits mit unserem Projekt begonnen und sind sehr gespannt auf die Ergebnisse. 

COCUS als "People First" Unternehmen

Unser Engagement für das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter spiegelt sich auch in weiteren unternehmensweiten Maßnahmen wider, die wir in den letzten Jahren durchgeführt haben, wie etwa:

Häufige 1:1-Follow-ups: Unser Engagement für eine offene Kommunikation spiegelt sich in unseren häufigen 1:1-Nachbesprechungen wider. Diese Meetings bieten den Mitarbeitern eine Plattform, um ihre Gedanken zu äußern, Bedenken mitzuteilen und regelmäßig konstruktives Feedback zu erhalten.

Mitarbeiter-Hilfsprogramm: Wir bieten ein Employee Assistance Program an, das ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen (u. a. psychologische, ernährungswissenschaftliche und psychosoziale Unterstützung) für Mitarbeiter und ihre direkten Familienangehörigen bereitstellt.

Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit: Um das Wohlbefinden und die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter zu messen, führen wir regelmäßig umfassende Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit durch. Diese Umfragen liefern wertvolle Einblicke in die Arbeitserfahrung bei COCUS und ermöglichen es uns, verbesserungswürdige Bereiche zu ermitteln und Bedenken proaktiv anzugehen.

In unserer letzten Umfrage haben über 90 % unserer Mitarbeiter COCUS als „People First Company“ bezeichnet, ein sehr positives Feedback zu unseren ständigen Bemühungen um ein positives und unterstützendes Umfeld!

Und denk daran: Oft ist es kein Ende, sondern ein neuer Anfang.

Gastbeitrag von

Filipa Azevedo
Filipa Azevedo

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